Ein erfolgreiches Jahr

Im Bundesnachwuchschampionat in der Dressur in München beenden Alina Hahn und ihre Stute Riana mit dem 2. Platz für sich die Turniersaison.

Zu Beginn des Jahres hätte sich die inzwischen 15 – jährige Alina nie träumen lassen, dass diese Turniersaison für sie ein voller Erfolg werden wird: 

Aufgrund guter Leistungen auf verschiedenen Qualifikationsturnieren und Auswahllehrgängen, durfte Alina mit ihrer 7 – jährigen Württemberger Stute Anfang Juli zu den Europameisterschaften in Fontainebleau. Dort holte sie für die deutschen U14 Dressurreiter Mannschaftssilber und wurde vierte in der Einzelwertung.

Zuvor gewann sie noch Mitte Mai in Warendorf den Preis der Besten und wurde zweite im Nationenpreis, der Anfang Juni in Hagen stattfand.

Nach den Europameisterschaften machten Alina und Riana jedoch noch nicht schlapp: Während sie im Jahr zuvor zweite wurde, gewann Alina dieses Jahr am Wochenende vom 18. bis 19. August das Finale des Nürnberger Burg-Pokals der Junioren in Donaueschingen, wie immer gut betreut durch ihre Ausbilderin Nadine Dieterle.

Die 1992 in Deutschland ins Leben gerufene Turnierserie zur Förderung für sieben- bis neunjährige Dressurpferde erhält mittlerweile weltweit große Anerkennung. Während zu Beginn der Serie als Aufgabe der „Grand Prix St. George Special“ (schwere Klasse) gefordert war, nahm die Förderinitiative 1995 die Juniorentour, für Reiter unter 18 auf dem leichten Niveau, mit ins Programm auf.

Heute gibt es den Nürnberger Burg-Pokal für Junioren in 8 Bundesländern und es dürfen hierbei jeweils nur die 10 punktbesten Reiter teilnehmen.

Nach Donaueschingen wurde Riana ein weiters Mal für dieses Jahr auf den Hänger gestellt und es ging nach München zum Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter.

Hier schaffte sie es in den Vorprüfungen am 7. und 8. September unter die drei besten Reiter und qualifizierte sich so zum Finale am Sonntag mit Pferdewechsel. Das bedeutet, dass jeder der drei Reiter die Aufgabe erst mit seinem eigenen, danach mit den jeweils anderen Pferden reiten muss. Am Ende erreichte Alina den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

„Das mit dem Pferdewechsel war irgendwie schon etwas Tolles, so ganz anders als sonst! Die Schwierigkeit ist, dass man nur etwa 7 Minuten Zeit hat, sich an das neue Pferd zu gewöhnen“, erzählte Alinas Mutter Alexandra Hahn noch voller Begeisterung.

Für dieses Jahr ist kein weiteres Turnier mehr für das erfolgreiche Duo geplant, „das ganze Turnierreiten macht zwar Spaß, aber es ist auch mal schön, wenn man nicht immer so hart trainieren muss sondern auch mal sagen kann, dass wir heute nichts machen“ gibt Alina zu.

Wenn man so auf ihre Erfolgsliste zurückblickt, gönnt man den beiden wirklich eine kleine Auszeit. Schließlich müssen sie wieder fit für die nächste Saison sein!