Die Leonberger Gruppe möchte ein Ticket für die Deutschen Meisterschaften sichern.
Bei den baden-württembergischen Voltigier-Meisterschaften, die am Wochenende in Schutterwald stattfinden, will das Aushängeschild des Reit- und Fahrvereins Leonberg alles geben. Schließlich werden am Ende die Tickets für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften vergeben. Das Rennen um diese zwei begehrten Plätze, die den Baden-Württembergern zustehen, werden wohl, wenn alles nach Plan läuft, die Teams aus Mühlacker und Leonberg unter sich ausmachen. Zwei Qualifikationsturniere haben die Voltigierer bereits bestritten. In Heddesheim landete die Leonberger S-Gruppe mit Jessica und Isabel Lange, Larissa Görgen, Molin Buntrock, Nadine Grözinger, Pia Hoffmann und Franziska Wetzler auf Platz zwei hinter Mühlacker. Beim zweiten Turnier, den Süddeutschen Meisterschaften in Schwaigern, lag die Mannschaft um Trainer Wolfgang Renz nach dem ersten Pflicht- und Kürdurchgang hauchdünn vor Mühlacker und Bad Friedrichshall. Am zweiten Tag wollten sie diese Führung verteidigen - doch eine Fußschlaufe Schlaufe am Gurt löste sich.
Aus der Leonberger Kreiszeitung, von Nathalie Mainka."Die Mädchen konnten sich nicht mehr abstützen", so Renz, der sich zunächst gewundert hatte, warum die Mädchen ihre Übungen nicht mit gewohnter Sicherheit präsentierten. Ein Sturz verlief glücklicherweise glimpflich. "Wir sind froh, dass nichts Schlimmes passiert ist und freuen uns über den zweiten Platz", sagte Wolfgang Renz. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften möchten die Leonbergerinnen noch einmal angreifen und die Konkurrenz aus Mühlacker hinter sich lassen. "Die bessere Mannschaft bekommt bei den Deutschen Meisterschaften einen besseren Startplatz", so der Voltigiertrainer. Und der sei in der Regel im hinteren Feld. "Es ist noch nie vorgekommen, dass eine Mannschaft, die früh gestartet ist, auf den vordersten Plätzen landete". Sollte Leonberg die Fahrkarte zu den nationalen Meisterschaften lösen, die vom 24. bis 28. August in Leipzig stattfinden, möchte Wolfgang Renz mit seinem Team möglichst weit vorne landen. Die Favoritenrolle gibt Renz aber ganz klar der bayerischen Mannschaft aus Ingelsberg weiter. Auch Neuss und Köln zählen gewöhnlich zur Spitze - doch beide müssen derzeit verletzungsbedingt auf ihre Leistungsträger verzichten.
Erfolgreich haben die Leonberger bei der ersten Auflage der Voltigier-Trophy Süd abgeschlossen, die Wolfgang Renz mitinitiiert hatte. Im schweizerischen Henau fand die dritte und letzte Etappe statt. Leonberg landete hier auf dem dritten Rang und sicherte sich damit mit einer konstanten Leistung und zehn Punkten in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Das Preisgeld des Siegers durfte der Vize-Europameister, das Schweizer Team Lütisburg, entgegen nehmen. "Das war eine sensationelle Leistung meiner Mannschaft, und die Trophy war ein voller Erfolg, wir hatten immer volle Häuser", schwärmt Wolfgang Renz noch immer, wenn er an die Vorstellungen bei den Badenclassics in Offenburg sowie an das Voltigierturnier in Leonberg zurückdenkt. Die Trophy soll auf jeden Fall eine Fortsetzung finden - und Renz steckt bereits mitten in den Vorbereitungen, um neue Veranstalter zu finden. "Ich möchte die Serie in noch größere Pferdesportveranstaltungen wie bei den Badenclassics einbinden, um den Sport richtig gut in Szene zu setzen", sagt er. Die Resonanz der ersten Auflage sei durchweg positiv gewesen. "Das Interesse ist riesengroß", so Renz.